Verein für Tierrechte

Heiße Eisen






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Wir haben es satt!


Unter diesem Motto zogen am 16. Januar 2016 Tausende von Demonstranten in Berlin anlässlich der "Internationalen Grünen Woche" vom Potsdamer Platz zum Bundeskanzleramt. Die Veranstalter zählten 23.000 Teilnehmer - eine eindrucksvolle Kulisse.

Ihr gemeinsames Ziel: die Beendigung der industriellen Agrarindustrie, der Massentierhaltung, der gnadenlosen Ausbeutung von Ressourcen, der Dumpingpreise für Milch und Fleisch, die die bäuerlichen Betriebe in den Ruin treibt, hin zu einer tier- , umwelt- und menschenfreundliche Landwirtschaft.


Zeichnung: Steffen Jahsnowki

Die Teilnehmer waren teilweise als Nutztiere verkleidet, Imker und Bauern erschienen in Arbeitskleidung. Mit Sprechchören und Plakaten prangerten die Demonstranten konkret die Gentechnik in Lebensmitteln, den Einsatz des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat, den massenhaften Missbrauch der Antibiotika und die drohende Senkung der Verbraucher-, Umwelt- und Tierschutzstandards durch das Freihandelsabkommen TTIP an. Mit Sprüchen wie "Mein Schnabel bleibt meine Gabel" und "Mein Schwanz bleibt ganz" prangerten die Teilnehmer die tierverachtenden Haltungsmethoden in der Massentierhaltung an.

Besonders erfreulich ist die breite Basis des Protestes: diverse Umwelt- und Tierschutzorganisationen, Landwirte und Vertreter einiger politischer Parteien waren aktiv vor Ort.

Freia Quaß, Januar 2016



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Hennen-Käfighaltung wird endlich verboten!


Das zähe Ringen der Länder Rheinlandpfalz und Niedersachsen um mehr Tierschutz für die Legehennen in Deutschland hat endlich Erfolg: am 6. November beschloss der Bundesrat die tierschutzwidrige Käfighaltung definitiv bis 2023 zu beenden. Damit gibt es endlich ein festes Datum!



Nach wie vor werden nämlich Legehennen in sogenannten Kleingruppenkäfigen gehalten, obwohl dies das Bundesverfassungsgericht schon 2010 für verfassungswidrig erklärt hat. Die Kleingruppenkäfige sind kaum besser als die früheren konventionellen Käfige. Jede Henne hat nur den Platz von etwas mehr als einem Din A4 Blatt. Staubbaden, ungestörte Eierablage oder Ruhen sind nicht möglich.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben bereits an der Ladentheke "Nein" zu Käfigeiern mit der Kennzeichnung "3" gesagt und dazu beigetragen, dass solche Eier weitgehend aus den Supermarktregalen verschwunden sind. Allerdings kommen sie in "versteckter" Form z.B. in Kuchen oder Nudeln in den Handel. Hier wäre eine Kennzeichnungspflicht auch von verarbeiteten Eiern in Lebensmitteln dringend erforderlich.

Die Bundesratsentscheidung ist ein großer Schritt voran. Ohne das kritische Kaufverhalten der Verbraucher sind solche Verbesserungen kaum möglich.

Darum:
Boykottieren Sie auch die Eier mit der Kennzeichnung "2"!

Bodenhaltung ist für die Hennen kaum besser als Käfighaltung. Drangvolle Enge, gegenseitiges Hacken und ständiger Stress sind an der Tagesordnung. Nur Freilandhaltung kann artgerecht sein. Am besten, man guckt sich die Legehennen mal an, deren Eier man isst.


Freia Quaß, November 2015


Quelle:
Pressefach: Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz
06.11.2015 - 19:25 Landwirtschaft


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Schlachtzahlen auf Rekordhoch


Obgleich sich die Essgewohnheiten vieler Menschen ändern und der Trend zu fleischarmer bzw. fleischloser Ernährung zunimmt, sind im ersten Halbjahr 2015 in Deutschland so viele Tiere geschlachtet worden wie nie zuvor.

Foto: soylent network

Das Statistische Bundesamt verkündet stolz auf seiner Webseite:

"Fleischerzeugung erreicht im ersten Halbjahr 2015 neuen Spitzenwert!

Im ersten Halbjahr 2015 wurde in deutschen gewerblichen Schlachtbetrieben ein neuer Spitzenwert bei der Erzeugung von Fleisch erzielt. Insgesamt wurden 4,07 Millionen Tonnen Fleisch produziert; ein Anstieg um rund + 80 000 Tonnen oder + 2,0 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Der bisherige Höchststand der gewerblich erzeugten Gesamtschlachtmenge in einem ersten Halbjahr war im Jahr 2011 mit 4,01 Millionen Tonnen erzielt worden.

An der gewerblichen Fleischproduktion des ersten Halbjahres 2015 hatte Schweinefleisch einen Anteil von 67,9 %. Insgesamt wurde im Berichtszeitraum ein Rekordwert von 2,76 Millionen Tonnen Schweinefleisch erwirtschaftet; ein Anstieg um + 67 000 Tonnen (+ 2,5 %) gegenüber dem ersten Halbjahr 2014. Die Schweinefleischproduktion hatte somit einen entscheidenden Anteil an dem Produktionsanstieg von Fleisch insgesamt."

Lesen Sie hier die weitere Erfolgsbilanz des massenhaften Tötens:
Statistisches Bundesamt

Freia Quaß, August 2015



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Schleswig-Holstein führt die Tierschutz-Verbandsklage ein


Aufbruch im nördlichsten Bundesland


Der Kieler Landtag stimmte heute am 12. Dezember 2014 für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Schleswig-Holstein. Die Regierungsfraktionen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD und SSW sowie die Piraten stimmten geschlossen für das Gesetz. Die CDU stimmte dagegen. Schleswig-Holstein ist damit das sechste Bundesland, das das wichtige Klagerecht einführt.



Die Tierschutz-Verbandsklage gehört zu den zentralen Forderungen von Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen. Sie ist das einzige Gegengewicht zum Klagerecht der Tiernutzer und ermöglicht anerkannten Tierschutzverbänden - sozusagen als Anwalt der Tiere - tierschutzrelevante Entscheidungen von Behörden gerichtlich überprüfen zu lassen. Der Klage sind wichtige Mitwirkungsrechte für die klagebefugten Tierschutzorganisationen vorgeschaltet, damit diese ihr Wissen frühzeitig in Behördenentscheidungen einfließen lassen können. So wird die Klage gegen behördliches Handeln zum letzten Mittel und nur in Ausnahmefällen nötig werden.

Schleswig-Holstein wird nach Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz das sechste Bundesland mit Klagerecht für den Tierschutz. Auch die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Niedersachsen haben derzeit ihre Gesetzentwürfe in die Verbandsanhörung gegeben. In 2015 könnte es durchaus möglich werden, dass 50 Prozent der Bundesländer die Tierschutz-Verbandsklage eingeführt haben.


Freia Quaß, Dezember 2014



Quelle
Text: BUNDESVERBAND DER TIERVERSUCHSGEGNER E.V.
Presseerklärung vom 12.12.2014

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Tierversuchszahlen '13


Leichter Rückgang insgesamt -
aber nicht bei den gentechnisch veränderten Versuchstieren


Im Jahr 2013 sanken die Versuchstierzahlen leicht um 1,7 Prozent auf insgesamt 2.997.152 Tiere. Das wurde jetzt in der aktuell erschienenen Bundesstatistik des Bundeslandwirtschaftsministeriums veröffentlicht. Allerdings sind gegenüber dem Vorjahr die Zahlen der gentechnisch veränderten Tiere abermals um 1,4 Prozent um 13.166 auf 947.019 gestiegen. Mehr als 95 Prozent der transgenen Tiere sind genmanipulierte Mäuse.

Genmanipulierte Versuchstiere werden meist als "Krankheitsmodelle" und zur Erforschung des Stoffwechsels benutzt (Grundlagenforschung).

Da in der offiziellen Statistik nur die transgen Tiere gezählt werden, bei denen die Genmanipulation geklappt hat und die dann in weiteren Tierexperimenten eingesetzt wurden, muss man davon ausgehen, dass die Zahl der tatsächlich "verbrauchten" Tiere weitaus höher liegt. Bei der Erstellung neuer genmanipulierter Linien werden Tausende überzählige Tiere "entsorgt", die in keiner Statistik auftauchen. Auch wird die Vielzahl misslungener Versuche sowie die Zahl der "Vorratstiere" bei Züchtern und Laboren nicht erfasst.

Die genauen Tierversuchszahlen können Sie hier hier nachlesen.




Freia Quaß, Dezember 2014



Quelle
Text: BUNDESVERBAND DER TIERVERSUCHSGEGNER E.V.
Zeichnung: Steffen Jahsnowski

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Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzvereine bald in fünf Bundesländern


Und es geht doch voran!

Nachdem der rheinland-pfälzische Landtag in der letzten Woche in erster Lesung über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzvereine beraten hat, besteht die berechtigte Hoffnung, dass auch in diesem Bundesland bis Jahresende die Tierschutzverbandsklage Wirklichkeit wird.

Rheinland-Pfalz wäre nach Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland das fünfte Bundesland mit Klagerecht für den Tierschutz. Auch der Schleswig-Holsteinische Landtag berät zurzeit über das Klagerecht, und die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Niedersachsen bürgen mit ihren Koalitionsverträgen für die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage.

Nur die Tierschutz-Verbandsklage ermöglicht anerkannten Tierschutzverbänden - sozusagen als Anwalt der Tiere - tierschutzrelevante Entscheidungen von Behörden gerichtlich überprüfen zu lassen.

Das Gesetz beseitigt somit einen gravierenden Mangel, denn bisher können nur Tiernutzer gegen Tierschutzauflagen, mit denen sie nicht einverstanden sind, klagen.


... und es geht doch voran!

wenn auch nur mir kleinen Schritten



Freia Quaß, September 2013



Quelle: BUNDESVERBAND DER TIERVERSUCHSGEGNER E.V.


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Kosmetik ohne Tierversuche!
Erfolg einer Bürgerbewegung: EU-weites Aus


30 Jahre lang haben wir Tierversuchsgegner mit einer breiten Bürgerbewegung für das Ende von Kosmetik-Tierversuchen gekämpft. Am 11. März trat nun endlich die letzte Stufe des EU-weiten Vermarktungsverbots für Kosmetika in Kraft, die in Tierversuchen getestet wurden.

Dies ist ein wichtiger Erfolg, zu dem viele beigetragen haben!

Engagement hilft doch - wir machen weiter.

Freia Quaß, März 2013




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Lebensmittelskandale und kein Ende!
Pferdefleisch in Fertiggerichten - falsch deklarierte Eier


Die Reihe der Lebensmittelskandale reißt nicht ab. Wieder schlagen die Wogen hoch (zu recht), wieder wird Aufklärung versprochen und wieder geloben die politisch Verantwortlichen, die Kontrollen zu verbessern.

Das alles ist dringend erforderlich, denn es ist schändlich, ahnungslosen Verbrauchern falsch deklarierte Waren unterzujubeln. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Menschen, die aus Überzeugung Bio-Eier kaufen und bereit sind, dafür auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen, in Wirklichkeit Eier aus tierquälerischer Massentierhaltung bekommen. Auch für die "sauberen" Bio-Bauern ist dies ein Skandal, denn es schädigt (völlig unverschuldet) auch ihren Ruf.

Aber auch über diese Vorkommnisse wird das berühmte Gras wachsen, die Gemüter werden sich wieder beruhigen und man geht zur Tagesordnung über, denn der wirkliche Skandal wird gar nicht erst angepackt.

Der wirkliche Skandal ist, was der Mensch den sogenannten Nutztieren wie Hühnern, Schweinen und Kühen tagtäglich in Zuchtanlagen, Mastställen und Schlachthäusern antut.


Freia Quaß, Februar 2013




Zeichnung: Steffen Jahsnowski



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Fleischatlas
Fleischkonsum wächst weiter


Pünktlich zur "Grünen Woche" in Berlin erscheint heute am 10.01.2013 der Fleischatlas und ist Thema in allen Medien. Er soll, so die Stiftungsvorsitzende Barbara Unmüßig, aufklären, informieren und die Verbraucher zum Nachdenken anregen. Der Fleischatlas ist ein gemeinsamen Nachschlagewerks der Heinrich-Böll-Stiftung, des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Monatszeitung "Le Monde diplomatique" in Berlin.

Diskussionsstoff liefert er wahrlich genug und die heftige Reaktion der Fleischkonsumenten ist nicht zu überhören. Aber gleichzeitig melden sich auch viele besonnene, nachdenkliche Mitbürger zu Wort und fordern ein Umdenken der Verbraucher und ein Umsteuern der Politik. Die vielfältigen negativen Folgen des hiesigen hemmungslosen Fleischkonsums für die Umwelt, das Klima, die Entwicklung der ärmeren Länder dieser Erde, die Ernährung der Weltbevölkerung und nicht zuletzt für die Gesundheit des Einzelnen können nicht oft genug dargestellt werden, obgleich eigentlich hinlänglich bekannt. Offensichtlich scheint das alles aber wenig zu beeindrucken, denn der Fleischkonsum wächst stetig weiter.



Was uns besonders am Herzen liegt, ist natürlich die Situation der Tiere. Die zur Industrie mutierte Landwirtschaft produziert in immer größeren Tierfabriken immer schneller immer mehr Fleisch, zu Lasten der Tiere. Dabei wird mit gezielter Zucht nachgeholfen. Zum Beispiel sind Hähnchen und Puten derart große Brustmuskeln angezüchtet, dass die künftigen, gut zu verkaufenden Schnitzel ein Drittel des Körpergewichts ausmachen. Viele Tiere sind mit dieser Oberweite gerade noch in der Lage, zu fressen und zu trinken. "Laufen, Flattern, Scharren oder Staubbaden enden dagegen oft schon in einem hilflosen Versuch, zumal die Beingelenke unterhalb des rasant zunehmenden Fleischkörpers schmerzen", heißt es in dem Atlas. Und "moderne" Sauen werfen 30 Ferkel - mehr als doppelt so viele Nachkommen im Jahr wie Wildschweine - und leiden regelmäßig unter Entzündungen von Gebärmutter und Gesäuge.

Zahlen schrecken auf:

Im Laufe seines Lebens verzehrt ein Deutscher laut "Fleischatlas 2013" durchschnittlich

1097 Tiere: 4 Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner!

Aber Zahlen sind relativ abstrakt. Eine wirkliche Vorstellung gibt eine Grafik, noch eindrucksvoller wäre wohl ein Bild aller dieser Tiere!

Nirgendwo in Europa lassen mehr Hühner ihr Leben als im niedersächsischen Wietze. In Europas größtem Geflügelschlachthaus werden 7,5 Tiere pro Sekunde getötet, das sind 450 in der Minute und ganze 135 Millionen im Jahr. Bevor sie in die Tötungsfabrik gelangen, werden sie in Fleischfabriken gemästet, Betrieben, die an die 40 000 Hühner auf engstem Raum halten.

Wer sich ein eigenes Bild machen will, kann sich den Fleischatlas herunter laden.


Freia Quaß, Januar 2013



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Proteste erfolgreich!
Botox: Neues tierversuchsfreies Verfahren zugelassen


Die Proteste gegen die qualvollen Versuche mit Mäusen für das Anti-Faltenmittel Botox waren erfolgreich. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat am 24. Februar einen tierversuchsfreien Test zur Prüfung von Botulinum-Produkten der Firma Allergan die EU-weite Zulassung erteilt.

Schätzungen zufolge können durch den Test die Anzahl an Tierversuchen für diese Produkte um bis zu 95 Prozent reduziert werden.

Zum Hintergrund:
Botox bzw. Botulinumtoxin A ist ein Nervengift, das wir vom prallen Lächeln der Stars kennen. An bestimmten Stellen injiziert, lähmt es drei bis acht Monate die Gesichtsmuskeln und mindert so Stirn- oder Lachfalten. Bislang wurden die Botulinum-Produkte mit dem qualvollen LD50-Test getestet. Dafür müssen jährlich weltweit rund 300.000 Mäuse sterben.

Mehr Infos unter: Invitrojobs

Quelle: Menschen für Tierrechte - Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.
09.03.2012


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Zirkus ist kein Platz für Tiere!

Bundesrat prüft Verbot von Wildtieren in Zirkussen

Berlin - Der Bundesrat stimmt am 25. November 2011 über ein Verbot bestimmter Wildtierarten im Zirkus ab. Dabei geht es um Affen, Elefanten, Großbären, Giraffen, Nashörner und Flusspferde.

Dieses Verbot ist aus unserer Sicht mehr als überfällig, denn eine artgerechte Haltung von Wildtieren ist im Zirkus völlig unmöglich. Schon der ständige Transport der Tiere und die ungenügende Unterbringung sind inakzeptabel. Hinzu kommen Langeweile, fehlende Sozialkontakte und Reizarmut.

Viele Zirkustiere zeigen darum schwerwiegende Verhaltensstörungen. Sie erkranken und sterben frühzeitig.

Man kann nur hoffen, dass diesmal Nägel mit Köpfen gemacht werden und nicht wieder die Tiernutzungslobby die dringend notwendigen Verbesserungen in letzter Minute stoppt!




Die Bilder wurden uns von der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns dafür sehr.

Freia Quaß, November 2011


Nachtrag:
Nachdem sich der Bundesrat am 25. November für ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen ausgesprochen hatte, wollte die SPD-Bundestagfraktion die Bundesregierung durch einen entsprechenden Antrag zur Umsetzung des Bundesratsbeschlusses anhalten. Doch der SPD-Antrag scheiterte am 14. Dezember am Widerstand von CDU/CSU und FDP.


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Stierkampf - ein trauriges Kapitel

Schluss mit der Quälerei! Das forderten Tierschützer in Katalonien seit langem. Am 28.07.2010 stimmte das Regionalparlament in Barcelona in einer sensationellen Sitzung für ein Verbot des Stierkampfs. Die ostspanischen Region sagte Nein zur Corrida. Der "Tod am Nachmittag" ist dort ab 2012 vorbei. Eine gute Nachricht!

Und heute:
Madrid: Zehn Wochen nach dieser historischen Entscheidung will die Zentralregierung Spaniens den Befürwortern dieses blutrünstigen Spektakels entgegenkommen. Die Zuständigkeit für den Stierkampf soll vom Innen- zum Kulturministerium wechseln. Mit diesem Schritt, den die Toreros seit langem fordern, wird der Stierkampf kulturell aufgewertet. Dass der Stierkampf nun als Teil der spanischen Kultur gewertet werden soll, ist aber eher symbolisch ein Erfolg. Denn wirklich wichtige Entscheidungen rund um den Stierkampf treffen die Regionen selbst.

Während in Katalonien und besonders in Barcelona die Arenen selten gefüllt waren, sind sie es vor allem in andalusischen Städten wie Málaga und Sevilla ebenso wie in Madrid und Pamplona durchaus. Immer noch finden jährlich 1000 Kämpfe statt, über 40.000 Stiere werden dabei in Spaniens Kampfarenen gequält und abgeschlachtet.

Schwächung durch Banderillas

Stierkampf - ein fairer Kampf zwischen Mensch und Tier? Eins ist sicher: Der Stier hat zu 99,9 Prozent keine Chance, die Arena lebend zu verlassen! Wer schon einmal einen spanischen Stierkampf gesehen hat, weiß, dass hier auf perfide Art das Tier zur Weißglut gebracht wird, um dann in einem Schaukampf grausam niedergemetzelt zu werden. Das Ganze zur Belustigung der blutrünstigen Massen, verbrämt mit traditionellem Brauchtum, großen Gesten und bunten Kostümen, die suggerieren sollen, dass es sich um eine kulturelle Veranstaltung handelt. In Wirklichkeit, ist es eine schlimme Tierquälerei!

Und diese Tierquälerei beginnt lange bevor der Stier die Arena betritt: Was sich hinter den Kulissen - vor dem eigentlichen "Kampf" - abspielt, wissen nur Insider.

Die Stiere werden ...

Katalonien hat den Anfang gemacht und den Stierkampf verboten. Es folgte Fréjus in Südfrankreich. Auf den Kanarischen Inseln ist diese Barbarei seit langem verboten. Nun kommt es darauf an, dass weitere Regionen folgen, bis der Stierkampf endgültig der Vergangenheit angehört. Auch wirkönnen unseren Beitrag dazu leisten, indem wir informieren, deutlich Stellung beziehen und als Touristen den Besuch eines Stierkampfs anprangern.

Trauriges Ende

Trauriges Ende


Fotos und weitere Informationen unter: STOP CORRIDA

Freia Quaß, Oktober 2010


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Botox - der Mäusekiller

Faltenfrei um jeden Preis?

Falten erzählen vom gelebten Leben. Haut altert, Falten im Gesicht sind normal.

Alles Quatsch! Wer heute mithalten will, muss ewig jung aussehen, muss sein Gesicht glätten, egal wie und um welchen Preis.

Nur so ist es zu verstehen, was zur Zeit abläuft. Da laufen die Menschen reihenweise beim ersten Anzeichen einer Faltenbildung zur Botox-Behandlung und lassen sich das gefährliche Nervengift ohne zu zögern in Stirn und Wangen spritzen, nur um wieder makellos glatt auszusehen (wenigstens für ein paar Wochen, bis zur nächsten Kur). Und zu welchem Preis?

Nun hat ja jeder die Freiheit, seinen Körper zu vergiften, wenn er es will. Was aber nicht zu akzeptieren ist, dass dafür Tiere leiden und sterben müssen. Denn:

ehe Botox, die "Wunderwaffe gegen Falten", zur Anwendung kommt, sterben zur Testung jeder einzelnen Produktionseinheit mindestens 100 Mäuse qualvoll in Tierversuchen. Im Jahr sollen es über 300.000 Mäuse weltweit sein. Verdeckt gedrehte Filmaufnahmen aus einem britischen Labor belegen den qualvollen Tod der Tiere. Ihr Leidensweg beginnt mit anfänglichen Lähmungserscheinungen und endet im Erstickungstod durch Atemstillstand.



Tierversuch
für Botox-Behandlung

Bilder aus dem Archiv des Vereins
"Ärzte gegen Tierversuche e.V."






Diese Versuche sind ein eindeutiger Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, denn solche qualvollen Tierversuche sind nur erlaubt, wenn sie "von hervorragender Bedeutung für wesentliche Bedürfnisse von Mensch oder Tier". Sind sie aber nicht!

Und - was ist das für eine Gesellschaft, deren Fünfjährige bereits in Schönheitssalons auf perfekte Mini-Erwachsene-Schönheiten getrimmt werden und deren Fünfzigjährige nicht zu ihren Falten stehen können?


Freia Quaß, Januar 2010


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Tolle Wurst!

Wer ist der Liebling der Nation? Ballack, Schweinsteiger oder Lahm? Weit gefehlt. Der wirkliche Liebling der Nation ist die Grillwurst: knackig, triefend, mit Schranke und Pommes. Hm! Lecker! Wenn es warm wird, die Sonne scheint und die Menschen sich draußen aufhalten, beginnt die schönste Zeit des Jahres – die Grillsaison. Alles, was der Supermarkt zu bieten hat – und das ist nicht wenig – landet auf dem Grill: Steaks, Koteletts, Rippchen, Brust und Schenkel, frisch, gebrüht oder gepökelt, mariniert und gewürzt, von Schwein, Rind, Lamm, Pute, Hähnchen, Strauß, egal. Je mehr, desto besser. Aber billig muss es sein! Und wenn man wenig Zeit hat, greift man eben zum Grillwürstchen. Gibt es an jeder Ecke.

Schweinemast

Der Fleischkonsum in Deutschland stieg zwischen 1950 und 2004 von 26,2 kg auf 60,7 kg pro Kopf und Jahr (Wikipedia). Die negativen Folgen dieser Entwicklung für die Gesundheit sind hinlänglich bekannt. Zum Beispiel schätzt man, dass rund 35% aller Krebserkrankungen ernährungsbedingt sind. Vor allem das Risiko, an Magen- oder Darmkrebs zu erkranken, steigt mit dem Fleischkonsum. Gegrilltes Fleisch ist besonders ungesund. Die Kruste des Grillguts enthält 5,8 bis 8,0 Mikrogramm pro kg Fleisch krebserregendes Benzypren. Das entspricht dem Rauch von 600 Zigaretten (netdoctor).

Hinzu kommt, dass viele unserer heutigen weltweiten Umweltprobleme durch die umgebremste Fleischlust in den Industrieländern verursacht werden.

In der von der FAO veröffentlichten Dokumentation "Der lange Schatten der Tierzucht" heißt es , dass schon heute global 18% aller CO2 Emissionen aus der Landwirtschaft stammen. Die Viehzucht ist der größte Landnutzer der Erde. Sie beansprucht 30% der Landoberfläche und 70% des landwirtschaftlich genutzten Bodens. Die von der FAO prognostizierte rasante Zunahme der Fleisch- und Milchproduktion wird zur Abholzung der letzten Regenwälder und Versteppung ganzer Regionen der Erde führen.

Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7-16 kg Getreide oder Sojabohnen. Bei der "Umwandlung" von Getreide in Fleisch gehen durch diese künstliche Verlängerung der Nahrungskette unter anderem 90% Eiweiß, 99% Kohlenhydrate und 100% Faserstoffe verloren. Fleischverzehr ist also die effektivste Form der Nahrungsmittelvernichtung.

Aber – das interessiert doch niemanden. Wir grillen lustig weiter. Je mehr, desto besser! Und billig muss es sein!

Und das ist das Ergebnis:

Tiere aus qualvoller Massentierhaltung, Massenhaft, massenweise auf den Grill geworfen.

Tolle Wurst!?

Freia Quaß

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